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Gletscher Artikel Der Mendenhall-Gletscher in Alaska
Ein Gletscher ist eine bis zu mehrere hundert Meter dicke Eismasse, die sich durch das Eigengewicht in langsamem Fluss talwärts bewegt.
Buch-Tipp: Bastei Heimat-Roman. Bd. 376. Wo das Gletschereis beginnt Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch " Bastei Heimat-Roman. Bd. 376. Wo das Gletschereis beginnt". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet. | |
Das Wort Gletscher ist entlehnt aus Westalpen-romanisch *glatscharju "Gletscher, [eigentlich:] Eisbehälter"; dieses wiederum ist abgeleitet aus lateinisch glacies "Eis".
In den Ostalpen war früher vom Oberinntal bis zu dem Zillertal (Zamsergrund) die Nennung Ferner (vgl. Firn) üblich, östlich des Zillertals (Venedigergruppe , Hohe Tauern) die Nennung Kees. Beide sind heute ca. noch in Flurnamen gebräuchlich.
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Ein Gletscher entsteht durch die Ansammlung von Schnee, der nicht schmilzt, sondern sich stets weiter akkumuliert. Frisch gefallener Schnee bildet eine Schicht aus Schneekörnchen und mit Luft gefüllten Hohlräumen. Fällt erneut Schnee, so legt er sich über diese bereits existierende Schicht und drückt die mit Luft gefüllten Hohlräume sozusammen, dass sie kleiner werden und voneinander isoliert sind. Über Firn (vorjähriger Schnee, ein körniges Aggregat) entsteht zuerst allmählich weißliches Firneis. Gletschereis ist aus Schnee dann entstanden, wenn alle Hohlräume isoliert sind. Dieses Eis ist halb durchsichtig blau oder grün gefärbt. Gletschereis hat eine Dichte von bis zu 0,9, während die Dichte von Pulverschnee 0,06 beträgt. Der Luftgehalt von Pulverschnee beträgt 90%, der von Gletschereis ca. noch 2%. Der Luftgehalt von Firn bzw. Firneis, die Zwischenstufen in dem Entstehungsprozeß von Gletschereis, beträgt 60 respektive 30%.
Buch-Tipp: Die Mumie im Gletschereis, SB 9 Eine Beschreibung zum Buch " Die Mumie in dem Gletschereis, SB 9" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
Nährgebiete und Zehrgebiete |
Pasterze mit Großglockner
Auf einem Gletscher gibt es stets ein Nährgebiet und ein Zehrgebiet. In dem Nährgebiet bleibt der Schnee auch während der warmen Jahreszeit erhalten, so dass er sich durch Temperaturwechsel und Druck in dem Lauf mehrerer Jahre zu Gletschereis umformt (in den Alpen etwa 10 Jahre). Durch das Fließen des Eises gelangt es mit der Zeit in tiefe/ exponierte Regionen, wo der Schnee gänzlich abschmilzt und auch das Gletschereis schmilzt. Diese Region wird als Zehrgebiet genannt.
Die Größe des Nähr- und Zehrgebietes variiert jedes Jahr in Abhängigkeit der Schneemenge in dem Winter und des sommerlichen Witterungsverlaufs. Dadurch wird der Gesamthaushalt des Gletschers bestimmt, sprich ob er sich vergrößert oder verkleinert.
Buch-Tipp: Gletschereis.1927.Kosmos-Ges.St.,78 S.m.50 Abb.(Nr.)Bibl-Hln-2) Eine Beschreibung zum Buch " Gletschereis. 1927. Kosmos-Ges. St. ,78 S. m. 50 Abb. (Nr. )Bibl-Hln-2)" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
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Es gibt:
- Blockeisgletscher
- Hanggletscher
- Talgletscher .
- Pultgletscher
- Kargletscher
Buch-Tipp: Kommissar X. Nr. 562. Kalt wie Gletschereis Eine Beschreibung zum Buch " Kommissar X. Nr. 562. Kalt wie Gletschereis" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
Gletscher als Landschaftsformer |
Eggishorn, großer Aletschgletscher um 1900 ( CH, VS)
Gletscher sind bedeutende Landschaftsformer; insbesondere während der Eiszeiten wurden viele Gebirge umgeformt und das abgetragene Gestein an anderer Stelle als Moränen wieder aufgehäuft. Gletscher stellen auch eine sichere Wasserversorgung vieler Flüsse in der niederschlagsarmen Sommerzeit dar.
In den Polargebieten münden viele Gletscher direkt in das Meer. Das von ihnen abbrechende Eis (Kalben des Gletschers) wird zu Eisbergen. Tafeleisberge haben einen anderen Entstehungsmechanismus.
10 Prozent (15. Tausend Tausend km²) der Erdoberfläche werden zurzeit von Gletschereis bedeckt, während der letzten Eiszeit waren es 32 %.
In Gletschern wird 75 Prozent des Süßwassers gespeichert.
Bei einem Abschmelzen des gesamten Gletschereises würde sich der Meeresspiegel global um 70 m anheben.
Das Eis in der Antarktis ist zu dem Teil über 40 Millionen Jahre alt.
Ohne den schweren Eispanzer würden sich Teile der Antarktis um bis zu 2.500 Meter anheben.
Wird das Eis durch den Eigendruck stark komprimiert verkleinern sich die Lufteinschlüße in der Kristallstruktur. Dadurch werden alle Farben absorbiert, lediglich der blaue Anteil wird reflektiert: das Eis schimmert bläulich.
Das letzte markente Gletscherwachstum fand während der "kleinen Eiszeit" statt und endete vor etwa 150 Jahren. Seitdem verkleinert sich die Gletschermasse kontinuierlich.
Buch-Tipp: Mosaik. 67. Auf Affenfang im Gletschereis Das Buch " Mosaik. 67. Auf Affenfang in dem Gletschereis" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
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Der größte europäische Festlandsgletscher ist mit einer Fläche von etwa 500 km² der Jostedalsbreen in Norwegen. Er wird in Europa ca. vom Vatnajökull auf der Insel Island übertroffen, der eine Fläche von 8.300 km² bedeckt.
Der größte Gletscher der Alpen ist der Aletschgletscher.
Der größte Gletscher Deutschlands befindet sich auf der Zugspitze.
Der größte Gletscher Österreichs ist die Pasterze am Großglockner.
Der größte Gletscher in Nordamerika ist der Bering Gletscher in Alaska mit 204 km.
Der größte Gletscher Südamerikas ist das Campo de Hielo Sur in Chile. Als größter Gletscher der Erde gilt jedoch der Beardmore Gletscher der Antarktis.
Der Kutiah Gletscher in Pakistan ist der schnellste Gletscher der Welt. In dem Jahr 1953 wurde eine Fließgeschwindigkeit von 12km in 3 Monaten gemessen, dass entspricht Durchschnittsgeschwindigkeit von 112 Metern pro Tag.
Die Fließgeschwindigkeit der Alpengletscher liegt in der Größenordnung von 30 - 150 m pro Jahr, Gletscher in dem Himalaya fließen mit 500 - 1.500 Meter in dem Jahr (2 bis 4 m am Tag) und in Grönland bewegen sie sich 3 - 10 Kilometer pro Jahr (10 bis 30 m am Tag).
Der äquatornäheste Gletscher, der in das Meer kalbt, heißt Ventisquero San Rafael, ist Teil des Campo de Hielo Norte und liegt in Chile. Er befindet sich nahe des 45. südlichen Breitengrad, das entspräche projiziert auf die Nordhalbkugel etwa der Lage von Mailand.
Gletscher auf Island mit Abbrüchen
Heute schmelzen viele Gletscher in den Gebirgen aufgrund der Klimaerwärmung. Sie sind ein Indikator für das Langzeitklima .
Bekannte und viel begangene Gletscher der Nordalpen gibt es in dem Venedigergebiet der Hohen Tauern in Österreich, wo viele Gipfel ca. über Gletscher erreichbar sind.
Buch-Tipp: Naseweis und Gletschereis Das Buch " Naseweis und Gletschereis" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
Die Entdeckung der Gletscher als Landschaftsformer | |
Die Vorstellung, dass Gletscher die Landschaften dieser Erde wesentlich geformt haben, ist noch nicht sehr alt. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein hielten die meisten Gelehrten daran fest, dass die Sintflut die Gestalt der Erde prägte.
Die Schweizerische Naturforschende Gesellschaft schrieb jedoch 1817 eine Preis für ein Thesenpapier zum Thema aus Ist es wahr, dass unsere höheren Alpen seit einer Reihe von Jahren verwildern? und spezifizierte zusätzlich, dass eine unpartheyische Zusammenstellung mehrjähriger Beobachtungen über das theilweise Vorrücken und Zurücktreten der Glescher in den Querthälern, über das Ansetzen und Verschwinden derselben auf den Höhen; Aufsuchung und Bestimmung der hie und da durch die vorgeschobenen Felstrümmer kenntlichen ehemaligen tiefern Grenzen verschiedener Gletscher gesucht sei. Ausgezeichnet wurde 1822 eine Arbeit von Ignaz Venetz , der aufgrund der Verteilung von Findlingen und Moränen schloß, dass einst weite Teile Europas vergletschert waren. Seine These fand jedoch ca. Gehör bei Jean de Charpentier , der wiederum 1834 diese These in Luzern vortrug und dem es gelang, Louis Agassiz davon zu überzeugen. Dem rhetorisch begabten Agassiz, der in den nachfolgenden Jahren intensive Studien zur Gletscherkunde betrieb, gelang es schließlich, diese Auffassung als allgemeine Lehrmeinung durchzusetzen.
Buch-Tipp: Zwischen Wüste und Gletschereis Deutsche Forscher im Karakorum Eine Beschreibung zum Buch " Zwischen Wüste und Gletschereis Deutsche Forscher in dem Karakorum" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
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Buch-Tipp: von Ludwig Lang.Kosmos-Bändchen 1927.77 S.m.50 Abb.Ln-2)(Na-St.) Eine Beschreibung zum Buch " von Ludwig Lang. Kosmos-Bändchen 1927. 77 S. m. 50 Abb. Ln-2)(Na-St. )" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
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